”Ausländische Studierende als Motor der Internationalisierung“

Vortrag von Dr. Nazir Peroz (Berlin) am 7.12.2001 in Bremen


Die Diskussion über Rasterfahndungen und die in diesem Zusammenhang von Universitäten und Hochschulen verlangte Herausgabe von Daten ausländischer Studierender konterkariert die Internationalisierungsbestrebungen von Hochschulausbildung und Wirtschaft aufs Heftigste. An der Universität Bremen haben eine Reihe von HochschullehrerInnen und viele wissenschaftliche MitarbeiterInnen aus der Informatik schon vor einiger Zeit eine Stellungnahme hierzu unterzeichnet.

Doch Widerstand allein reicht sicher nicht. Es gilt die bereits bestehenden Internationalisierungsbestrebungen fortzuführen und einer Diskriminierung unserer ausländischen Studierenden und Gäste aktiv entgegenzuwirken. Dazu ist es wichtig, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns daher sehr, dass Dr. Nazir Peroz aus Berlin trotz knapper Zeit zugesagt hat, in Bremen einen Vortrag zum Thema ”Ausländische Studierende als Motor der Internationalisierung“ zu halten.

Dr. Nazir Peroz ist seit vielen Jahren als Betreuer für ausländische Studierende am Fachbereich Informatik tätig und organisiert dort auch interkulturelle Veranstaltungen (aktuell z.B. http://bas.cs.tu-berlin.de/Globalisierung.html). Er beschäftigt sich - auch im Rahmen der Fachgruppe "Informatik und Dritte Welt" der Gesellschaft für Informatik (GI), deren Sprecher er ist - seit langem intensiv mit Fragen des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnik in Entwicklungsländern.

ACHTUNG: Aus Termin- und Raumgründen muss der Vortrag außerhalb des regulären Kolloquiumstermins stattfinden:

Universität Bremen, Bibliothekstrasse 1,
Mehrzweckhochhaus MZH, Raum 7210
Freitag 7. Dezember 2001, 15 Uhr c.t.

Wir laden alle Interessierten herzlich zum Vortrag (Ankündigung s.u.) und anschließender Diskussion ein!

gez. Ralf E. Streibl



Dr.-Ing. Nazir Peroz (Technische Universität Berlin)

spricht über

”Ausländische Studierende als Motor der Internationalisierung“

Ausländische Studierende, die in Deutschland studieren oder ihr Studium abgeschlossen haben, besitzen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die als Motor der internationalen Beziehung und Entwicklungszusammenarbeit zu verstehen sind. In Deutschland studieren etwa 165.000 Ausländer, die zu 80% aus Entwicklungsländern stammen. Diese Studierenden belegen zu 85% Ingenieurwissenschaften und darunter auch zunehmend Informatik. Sie sind aufgrund der Globalisierung und enger internationaler Verflechtungen in der heutigen Zeit von wissenschaftlicher, kultureller, entwicklungs- und wirtschaftspolitischer Bedeutung: z.B. als Botschafter ihrer Länder in deutschen Hochschulen; als kulturelle Bereicherung für Deutschland; als Transfermedium der deutschen Kultur und Wissenschaft; als zukünftige wirtschaftliche Partner Deutschlands; Sie sind für den Aufbau ihrer Herkunftsländer unverzichtbar.

Universität Bremen, Bibliothekstrasse 1,
Mehrzweckhochhaus MZH, Raum 7210
Freitag 7. Dezember 2001, 15 Uhr c.t.

Veranstalter:
Informatik Kolloquium der Universität Bremen in Kooperation mit dem Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V.


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Letzte Änderung: 27.11.2001